Zen ist keine bloße Theorie, sondern die lebendige Erfahrung des Erwachens, wie sie auch der Buddha erlebte. Diese Erfahrung verwirklicht sich in der Praxis des "Zazen" und wirkt von dort aus in alle Bereiche des Lebens hinein. Das Wort "Zen" beschreibt dabei die Klarheit eines unbegrenzten Geistes. In diesem Zustand lösen sich die üblichen Gegensätze unseres Denkens auf, wie z.B. die Trennung von Ich und Welt oder von Geist und Materie.
Im "Zazen" sitzen wir einfach in der Haltung des Buddha. Wir konzentrieren uns auf den Körper und die Atmung und öffnen uns vollkommen für die Wirklichkeit des Augenblicks. Dabei hat jedes Detail der Haltung eine tiefe Bedeutung: Wir sitzen im Gleichgewicht, unbewegt, ohne etwas erreichen zu wollen oder vor etwas zu fliehen. So kehrt der Geist in die reine Gegenwart zurück. Wer an nichts anhaftet, findet zurück zum "ursprünglichen Frieden". Auf ganz natürliche Weise entfalten sich dabei Weisheit, Energie und ein "wahres Mitgefühl".
Zen ist nichts anderes als die Rückkehr zum Normalzustand von Körper und Geist. Zwar hat sich das Zen innerhalb des Buddhismus entwickelt, doch seine Botschaft ist universal. Frei von Dogmen und kulturellen Grenzen richtet es sich direkt an das Herz. In der Stille des "Zazen" werden wir vertraut mit unserer wahren Natur und finden so zu einer tiefen inneren Freiheit – dem "wahren Glück" des Lebens.